Portfolio-Optimierung

Fraunhofer ITWM

Hauptgegenstand der Portfolio-Optimierung ist die Bestimmung einer optimalen Investmentstrategie an einem Finanzmarkt. Genauer: Der Investor muss entscheiden, wie viele Anteile welcher Wertpapiere er wann halten soll, um seinen Nutzen aus dem Endvermögen im Investmenthorizont zu maximieren.

Im Gegensatz zur Optionsbewertung, bei der seit Jahrzehnten zeitstetige Modelle der Finanzmathematik in der Praxis angewendet werden, bildet das über 40 Jahre alte
Einperioden-Modell von Markowitz samt einiger Varianten nach wie vor die Grundlage der Investitionsentscheidungen von Fondsmanagern.

Die Entwicklung der modernen, zeitstetigen Portfolio-Optimierung ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sich viele Algorithmen zur praktischen Anwendung und Implementierung anbieten. Am ITWM wurde dies mittlerweile bereits durchgeführt . Ein Projekt war beispielsweise die Entwicklung eines Beratungstool Prototypen, der ständig auf dem aktuellen Stand gehalten wird.

Wir bieten:

  • Implementierung der klassischen Referenzmodelle:
    • das Markowitz Einperiodenmodell in verschiedenen Varianten (Erwartungswert-Varianz, Varianz-Erwartungswert, kundenorientierte Erweiterung auf allgemeine Risikomaße)
    • das zeitstetige Merton-Modell für beliebig viele Wertpapiere/Assets
  • Erweiterung der Referenzmodelle:
    • Optimales Investment bei Crash-Gefahr
    • Berücksichtigung von Transaktionskosten
    • Realistisches Modellieren von Handelszeitpunkten (diskrete Approximation des Merton Modells, das Relaxed Investor Modell nach Rogers)
    • Optimale Bestimmung von Bond-Portfolios (auch bei mit Ausfallrisiko behafteten Anleihen)

Grundlagenforschung:

  • Worst-Case Portfolio-Optimierung
  • Realistische Transaktionskostenmodelle
  • Mehrdimensionale Modelle
  • Portfolio Optimierung mit stochastischen Zinsen
  • Optimales Investment im Rahmen des Principal Agent Problems