Vergleich der Schädigungscharakteristik verschiedener Testrecken
Fraunhofer ITWM
Derzeit existiert bei der SCHMITZ CARGOBULL AG ein umfangreiches Wissen bezüglich der als Referenz verwendete Teststrecke: deren Charakteristik und deren Eigenheiten - insbesondere, wie darauf erzielte Ergebnisse im Vergleich zum realen Kundeneinsatz zu bewerten sind. Verfügbare Testzeiten auf dieser Teststrecke sind jedoch beschränkt, so dass für zusätzliche Tests zeitweise eine andere Testrecke hinzugezogen wird, wenn ergänzende Testfahrten notwendig sind. Da die Teststrecken jedoch nicht identisch sind, sind auch die Ergebnisse nicht unmittelbar und eins zu eins übertragbar.
Ziel ist es, basierend auf Messergebnissen von beiden Teststrecken, durch Lastdatenanalyseverfahren Aussagen über die Vergleichbarkeit von Belastungen machen zu können. Das Testszenario auf der zweiten Teststrecke wird so modifiziert, dass die Belastungscharakteristiken und somit auch die erzielten Ergebnisse wieder vergleichbar sind
Für ausgewählte Messstellen werden beispielsweise Beschleunigungen und Dehnungen auf den verschiedenen Teststreckenabschnitten ermittelt. Daraus werden die betriebsfestigkeitsrelevante Kollektive, wie Rainflow, Spannenpaar und Klassendurchgang - aber auch Leistungsdichtespektren und Lebensdauern berechnet und verglichen. Durch Modifikation des Anteils verschiedener Teststreckenabschnitte im Testzyklus auf der alternativen Teststrecke (mit Hilfe spezieller Optimierungsverfahren) wird eine gute Übereinstimmung der Belastungscharakteristiken der unterschiedlichen Teststrecken erreicht.
Nur wenn die Charakteristik der Belastungen vergleichbar ist, können auch die Ergebnisse, die auf den unterschiedlichen Teststrecken erzielt werden, verglichen werden.