Nachweisen

Mithilfe der Terahertz-Messtechnik lassen sich chemische Substanzen wie Pharmazeutika, Drogen oder Sprengstoffe beispielsweise in Koffern aufspüren.

Analysieren

Ein neu entwickeltes Spektrometer ermittelt den chemischen Fingerabdruck von Materialien und so lassen sich Aussagen über Aggregatszustand, polymorphe Strukturen sowie die Kristallinität der Substanzen treffen.

Chemische Analyse mit Terahertz-Messtechnik

Chemische Substanzen lassen sich mithilfe von Terahertz-Spektroskopie nachweisen und identifizieren. Dank der hohen Selektivität werden reine Substanzen oder Substanzgemische – wie zum Beispiel Pharmazeutika, Drogen oder Sprengstoffe – spezifisch detektiert. Dies funktioniert nahezu verlustfrei auch durch Papier- oder Kunststoffverpackungen hindurch. Im Unterschied zur IR- und Raman-Spektroskopie, die empfindlich für intramolekulare Schwingungs- und Rotationsbewegungen sind, gibt die Terahertz-Spektroskopie Aufschluss zu den intermolekularen Bewegungen. So lassen sich neben dem bloßen Nachweis von Makromolekülen Aussagen über Aggregatzustand, polymorphe Strukturen sowie die Kristallinität der Substanzen treffen. Die Terahertz-Technik wird dabei zunehmend zusätzlich zur üblicherweise verwendeten Röntgenbeugung genutzt, da sie schneller ist, minimale Probenpräparation erfordert und prinzipiell zur Online-Kontrolle genutzt werden kann.

Ein von uns entwickeltes Spektrometer ermittelt den chemischen Fingerabdruck von Substanzen (Gasen, Flüssigkeiten, Festkörpern). Das System basiert auf der Terahertz-Zeitbereichsspektroskopie. Messungen sind sowohl in Transmission als auch in Reflexion möglich. Zur Untersuchung von Pulvern und Flüssigkeiten kann auch eine ATR (Attenuated Total Reflexion)-Anordnung eingesetzt werden. Die Auswertung der Spektroskopie-Messwerte erfolgt automatisiert mittels Chemometrie. Auch zur Ermittlung von Feuchtigkeitsverteilung und zur Bestimmung der Dotierung von Halbleitern kann das Terahertz-Spektrometer genutzt werden.

Projekt-Beispiel

 

Terahertz-Postscanner

Brief- und Paketbomben sind in der heutigen Zeit eine ständige Gefahr. Eine bessere Überprüfung von Postsendungen ist daher geboten – und zwar ohne das Briefgeheimnis verletzen zu müssen.