Bei der Erprobung von Fahrzeugen oder Komponenten werden Teststrecken eingesetzt. Hier im Bild: Teststrecke im Industriepark Wörth im Mercedes-Benz Werk.

Optimale Streckenmischung

Mehrzieloptimierung
© Foto ITWM

Da die gesamte Fahrzeugbelastung durch sehr viele Messstellen dargestellt wird, liegt eine komplexe Aufgabe der Mehrzieloptimierung vor.

Gruppierungen
© Foto ITWM

Die verschiedenen Kriterien können geeignet gruppiert und gewichtet werden.

Bei der Erprobung von Fahrzeugen oder Komponenten werden Teststrecken eingesetzt, um in einem klar definierten und vergleichbaren Rahmen die möglichen Belastungen innerhalb der Fahrzeuge erzeugen zu können. Außerdem werden hier die Beanspruchungen der Kunden im Feld möglichst gerafft nachgestellt. Die Teststrecke besteht dabei aus vielen Bahnen mit unterschiedlichen Straßenoberflächen, Steigungen etc., die mit verschiedenen Geschwindigkeiten und unter verschiedenen Lenk- oder Bremsmanövern befahren werden.

Hat man mit Methoden der Statistik auf Basis von Feldmessungen eine repräsentative Kundenbeanspruchung zusammengestellt, so soll ein Fahrprogramm für das Testgelände zusammengestellt werden, welches möglichst gut und in möglichst kurzer Zeit die Feldbeanspruchung widerspiegelt.

 

Mehrzieloptimierung

Da die gesamte Fahrzeugbelastung durch sehr viele Messstellen (Radkräfte, Dehnungen und Beschleunigungen an Achs-, Rahmen-, oder Kabinenbauteilen etc.) dargestellt wird, liegt eine komplexe Aufgabe der Mehrzieloptimierung vor.

Eine einfache Knopfdrucklösung, die immer ein für den Versuchsingenieur akzeptables Ergebnis liefert, gibt es hier nicht. Vielmehr müssen die verschiedenen Kriterien (Messstellen) gegeneinander und gegen die Laufzeit des Fahrprogramms abgewogen werden.

Abhängig von der konkreten Ausprägung der Aufgabe werden Methoden der linearen und nichtlinearen Optimierung bereitgestellt. Die verschiedenen Kriterien können geeignet gruppiert und gewichtet werden.

Dabei kann ein Teil der Kriterien optimiert werden, während die Abweichung der anderen Kriterien vom Zielwert beschränkt wird. Dies erfolgt interaktiv und die entsprechende Gruppierung kann flexibel an die Gegebenheiten angepasst werden. Sensitivitätsangaben für die sogenannten aktiven Nebenbedingungen helfen bei der optimalen Gewichtung.