Optimale Holzausbeute

Exemplarisch für ein Zerlegeproblem ist die Verschnittminimierung in einem Sägewerk. Dort werden Bretter verschiedener Qualitätsstufen und unterschiedlicher Dimensionen aus Baumstämmen geschnitten.

Produktion von Bauholz in der Holzindustrie

Sägewerke produzieren Holzprodukte für verschiedene Anwendungsbereiche. Je nach Bereich durchlaufen die eingeschnittenen Bretter verschiedene Veredelungsprozesse, wie zum Beispiel Trocknen, Hobeln, Leimen, Pressen oder Imprägnieren.

Von zentraler Bedeutung für die Rohstoffeffizienz eines Sägewerks sind jedoch die eingesetzten Schnittbilder. Denn:

  • Im Rundholzeinschnitt garantieren gute Schnittbilder eine optimale Verwertung der eingeschnittenen Stämme.
  • Beim Kommissionieren –  dem Zusammenstellen und Zuschneiden von Lagerwaren gemäß individueller Kundenwünsche – reduzieren gute Schnittbilder die Menge unbrauchbarer Reststücke (Verschnitt).

Darüber hinaus müssen, wie in vielen anderen produzierenden Betrieben auch, Engpassressourcen optimal belegt werden. Je nachdem welche zusätzlichen Veredelungsschritte durchgeführt werden, stellen Trockenkammern aber auch Pressen Engpässe dar.

Beim Beschicken von Trockenkammern und Pressen stehen Fragen hinsichtlich optimaler Reihenfolgen zur Minimierung von Rüstzeiten und hinsichtlich optimaler Packungen zur Maximierung des Produktionsvolumens im Vordergrund.

 

Software hilft bei Produktionsplanung

Für unsere Kundenunternehmen aus der Holzindustrie haben wir Softwarewerkzeuge entwickelt, die sie bei der täglichen Produktionsplanung unterstützen.

  1. Eine Komponente berechnet verschiedene, alternative Schnittbilder für den Rundholzeinschnitt. Die Software interpretiert das Einschnittproblem als multikriterielles Optimierungsproblem und berücksichtigt sowohl technische als auch kaufmännische Aspekte.
  2. Eine zweite Komponente optimiert die Abläufe in Leimholzwerken und berechnet optimale Produktionsreihenfolgen, Pressbelegungen und verschnittminimale Kommissionieraufträge.