Auf die Trinkwasserversorgung entfällt ein wesentlicher Teil der kommunalen Stromausgaben. Der Kerngedanke zur Steigerung der Energieeffizienz liegt in dem konsequenten Einsatz von Kennlinien des Verbrauchernetzes und der Pumpen.

Wasserversorgung

Planung und Betrieb von Trinkwasserversorgungssystemen sind multikriterielle Aufgaben. Unter der Prämisse der Versorgungssicherheit, ist Steigerung der Energieeffizienz ein wichtiges Ziel. Der Kerngedanke dazu liegt im konsequenten Einsatz von Kennlinien des Verbrauchernetzes und der Pumpen. Dabei müssen verschiedene Abhängigkeiten berücksichtigt werden. 

Zum Beispiel hängen die charakteristischen Eigenschaften einer Pumpe wie die Fördermenge oder Energieeffizienz wesentlich vom Druck ab, weswegen die gespeicherte Menge eines Wasserbehälters den Einsatz einer Pumpe entscheidend beeinflusst. Auch spielt der Verbrauch des Wassernetzwerks eine große Rolle. Bei zu großem Verbrauch kann sich der Einsatz einer größeren Pumpe lohnen oder es müssen mehrere kleine Pumpen gleichzeitig eingesetzt werden. Durch die Möglichkeit der  Drehzahlregelung kann der Einsatz der Pumpen noch mehr verbessert werden. Weitere mögliche Ziele sind gleichmäßiger Betrieb, Reduzierung der CO2-Emissionen oder Stromkostenminimierung.

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