Neue Wege in der Krebsbehandlung – ITWM beteiligt an BMBF-Projekt SPARTA

Presseinformation / 5.4.2013

Etwa jeder zweite Tumorpatient wird heute mit Photonen- oder Teilchenstrahlen behandelt. Um die Methode zu verbessern, finanziert das BMBF das Forschungsprojekt »Softwareplattform für die Adaptive Multimodale Radio- und Partikel-Therapie mit Autarker Erweiterbarkeit SPARTA«. Als einer von zehn Partnern erforscht die Gruppe »Medizinische Therapieplanung« der ITWM-Abteilung Optimierung neue Konzepte zur adaptiven und robusten Strahlentherapie bei Krebspatienten.

Unterstützt von modernster Softwaretechnologie sollen Tumoren künftig effektiver und patientenschonender bestrahlt werden. Entstehen soll eine Software für die Strahlentherapieplanung unter Berücksichtigung beobachteter und möglicher Veränderungen im Körper des Patienten während des gesamten Therapieverlaufs.

Dazu zählen zum Beispiel Schrumpfen des Tumors, Gewichtszunahme oder -verlust. Die Gruppe MTP arbeitet bereits seit über zehn Jahren an der Entscheidungsunterstützung für die Strahlentherapieplanung. Mit ihrem innovativen Ansatz aus der mehrkriteriellen Optimierung können Ärzte heute die Therapie interaktiv und zielgenau planen.

In SPARTA werden nun für die interaktive Planung neue Werkzeuge erstellt, mit denen Behandlungspläne entstehen sollen, die bei gleichen Heilungschancen deutlich robuster deutlich robuster gegenüber unvor-hergesehenen Veränderungen sind als herkömmlich geplante Therapien. Dabei kommen neben Ansätzen aus der mathematischen Optimierung und mehrkriteriellen Entscheidungsunterstützung auch Methoden der Statistik zum Einsatz.

Mehr zum Projekt SPARTA

Clevere Software für schonende Strahlentherapie
© Foto iStock-MEV

Unterstützt von modernster Softwaretechnologie sollen Tumoren künftig effektiver und patientenschonender bestrahlt werden.