Andrea Nahles zu Gast bei der Produktinformationsstelle Altersvorsorge

Presseinformation / 8.8.2016

Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, besuchte am Montag, den 08. August 2016 die Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA) in Kaiserslautern und informierte sich vor Ort über die Arbeit der Experten.

Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, besuchte am Montag, den 08. August 2016 die Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA) in Kaiserslautern und informierte sich vor Ort über die Arbeit der Experten.

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM ermittelt seit Ende 2015 im Auftrag der PIA die Chancen-Risiko-Klassen der angebotenen Altersvorsorgeprodukte. Mithilfe mathematischer Simulationsverfahren und auf Basis von Wahrscheinlichkeitsrechnungen werden diese in fünf Klassen eingruppiert. Künftig wird nicht nur diese neutrale Klassifizierung, sondern auch eine Berechnung der Effektivkosten für die Produkte Pflicht sein.

Klassifizierung schafft Transparenz

»Es ist wichtig in die Debatte rund um die Riester-Rente wieder mehr Vernunft zu bringen«, so Andrea Nahles. »Die Arbeit der PIA wird dabei enorm helfen. Die Chance-Risiko-Klassifizierung bietet dem Verbraucher mehr Transparenz, Orientierung und eine Entscheidungsgrundlage in dieser komplizierten Materie. So kann auch das Vertrauen zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge wieder aufgebaut werden.«

Ab Januar 2017 muss bei Abschluss eines Vertrages zu jedem geförderten Vorsorgeprodukt ein Informationsblatt vorliegen, das dem Verbraucher einen Vergleich ermöglicht. Im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen bewertet die neutrale Stelle PIA dafür die Altersvorsorge-Angebote.

Dr. Melissa Ruby, Geschäftsführerin der PIA, unterstreicht dabei das Selbstverständnis als unabhängige Institution zwischen Anbietern, Verbrauchern und dem Gesetzgeber: »Wir sehen uns als kritischen Beobachter und wissenschaftlichen Input-Geber. Bei der Entwicklung unserer Methodik zur Klassifizierung haben wir besonders Wert auf Vergleichbarkeit gelegt und viele verschiedene Experten an einen Tisch geholt.«

»An der Realität orientieren«

Prof. Dr. Ralf  Korn, Professor der Finanzmathematik an der Technischen Universität Kaiserslautern und fachlicher Berater der PIA erläuterte die Rolle des Fraunhofer ITWM und die Arbeit der Finanzmathematik. »Uns ist es wichtig keine Elfenbeinprodukte zu simulieren, sondern wir orientieren uns an der Realität. Das mag zwar aufwändig sein, ist aber notwendig, um dem Kunden einen echten Mehrwert zu bieten«, so Prof. Dr. Ralf  Korn. »Wenn man so will, stärken wir mit angewandter Mathematik den Verbraucherschutz.«

Das Fraunhofer ITWM greift auf umfangreiche Expertise in der Anwendung finanzmathematischer und statistischer Methoden zur Entwicklung innovativer Produkte und Prozesse zurück. Im Bereich Finanzmathematik gehört das Institut zu den führenden Forschungs- und Entwicklungsdienstleistern in Deutschland. Die Abteilung leistet für PIA Forschungsarbeiten, entwickelt Kapitalmarktmodelle und ermittelt die Chancen-Risiko-Klassen der angebotenen geförderten Altersvorsorgeprodukte.

Mehr Informationen zur Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA)

Andrea Nahles zu Gast bei der (PIA)
© Foto ITWM

Carina Emser (Oberregierungsrätin beim Bundesministerium der Finanzen), Prof. Dr. Ralf Korn (Professor an der Technischen Universität Kaiserslautern, fachlicher Berater der PIA und des Fraunhofer ITWM), Dr. Rolf Möhlenbrock (Referatsleiter im Bundesministerium der Finanzen), Andrea Nahles (Bundesministerin für Arbeit und Soziales), Dr. Andreas Wagner (Leiter der Abteilung Finanzmathematik des Fraunhofer ITWM), Dr. Melissa Ruby (Geschäftsführerin der PIA).