Stadt, Land, Bund – drei Grüne besuchen das ITWM

Presseinformation / 8.9.2017

Auf seiner Sommerreise besuchte Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, das Fraunhofer ITWM. Begleitet wurde er von Andreas Hartenfels, grüner Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, und Paul Bunjes, dem grünen Direktkandidaten des Wahlbezirks Kaiserslautern. Im Fokus ihres Besuchs standen die Forschungsarbeiten der ITWM-Gruppe »Green by IT«, speziell virtuelle Batteriespeicher.

Gruppenbild
© Foto ITWM

Gruppenbild (v.l.n.r.): Dr. Alexander Janot (Fraunhofer ITWM), Mathias Dalheimer (Fraunhofer ITWM), Dr. Anton Hofreiter, (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag), Matthias Klein (Fraunhofer ITWM), Andreas Hartenfels (Landtagsabgeordneter der Grünen in Rheinland-Pfalz) und Paul Bunjes (Grüner Direktkandidat des Wahlbezirks Kaiserslautern).

Matthias Klein erläutert Batteriespeichersystem

Matthias Klein erläutert das Batteriespeichersystem.

Mathias Dalheimer erläutert Ladestation für E-Autos
© Foto ITWM

Mathias Dalheimer erläutert eine Ladestation für E-Autos, zugeschnitten aufs ITWM.

Auf seiner Sommerreise besuchte Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, das Fraunhofer ITWM. Begleitet wurde er von Andreas Hartenfels, grüner Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, und Paul Bunjes, dem grünen Direktkandidaten des Wahlbezirks Kaiserslautern.

Im Fokus ihres Besuchs standen die Forschungsarbeiten der ITWM-Gruppe »Green by IT«, speziell virtuelle Batteriespeicher.

 

Virtuelle Großspeicher versprechen Fortschritte

Energiespeicher sind eine Schlüsseltechnologie für den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien, denn sie tragen dazu bei, die Versorgung durch schwankende Solar- und Windstromerzeugung abzusichern und die Stromnetze zu entlasten; ihr Beitrag ist aber noch beschränkt.

»Große Fortschritte verspricht hier der Zusammenschluss mehrerer dezentraler Stromspeicher zu einem virtuellen Großspeicher, der den gemeinsamen Betrieb von Batteriespeichern und Kraftwerken in einem Netz ermöglicht«, so Dr. Hofreiter. In Kaiserslautern informierte er sich über einen solchen virtuellen Großspeicher und seine Umsetzung im Projekt myPowerGrid.

 

Beispiel: myPowerGrid Plattform

Matthias Klein, stellvertretender Leiter der Abteilung High Performance Computing, sowie seine Kollegen Mathias Dalheimer und Dr. Alexander Janot verdeutlichten die Möglichkeiten, die Privathaushalte und Stadtwerke bei der Nutzung erneuerbarer Energien haben.

So erlaubt zum Beispiel die Plattform myPowerGrid die gezielte Nutzung von selbsterzeugtem PV-Strom, wenn er gebraucht wird, nicht, wenn er anfällt. Eine Photovoltaik-Anlage produziert über die Mittagszeit die meiste Energie. Leider genau dann, wenn kaum jemand zu Hause ist um diesen Strom zu nutzen. myPowerGrid bietet die Lösung: Energiespeicherung in Batteriesystemen. Integriert ist ein Modul zu Leistungsprognose für Photovoltaikanlagen; damit ist noch effizientere Nutzung der Speicher möglich. Diese Vorhersage ist auch wichtig für die lokalen Netzbetreiber.

 

Beispiel: GreenPowerGrid

Die in myPowerGrid entwickelte Technologie findet inzwischen in weiteren Projekten Einsatz. Im Projekt GreenPowerGrid beispielsweise erfolgt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Speyer der Aufbau eines dezentralen Kraftwerks – zusammengesetzt aus Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern. Die eingesetzten Speicher werden über eine Plattform zu einer virtuellen Großbatterie zusammengefasst, die über eine Schnittstelle der SWS-Leitwarte steuerbar sein wird. Die Stadtwerke beliefern mit diesem verteilten Kraftwerk Kunden direkt vor Ort mit Energie und auch deren Nachbarn. Dies bildet den Grundstein für ein verlässliches regionales Grünstromangebot.

 

Sektorkopplung von Strom, Wärme und E-Mobilität als nächster Schritt

Die myPowerGrid Technologie wird weiterentwickelt, um neben Batteriespeichern auch Wärmepumpen und das Laden von Elektrofahrzeugen zu steuern. Zukünftig wird es möglich sein, überschüssige PV-Energie mittels des entwickelten Energiemanagementsystems zielgerichtet auch in Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge fließen zu lassen.

Anton Hofreiter fand die Projekte der Lauterer Forscher sehr spannend, auch weil er darin den Mut zur Umsetzung der Energiewende sieht, den er in der Politik der Bundesregierung weitgehend vermisse.