Künstliche Intelligenz für den Mittelstand Wer heute noch zögert, Künstliche Intelligenz (KI) im Unternehmen einzusetzen, riskiert den Anschluss zu verlieren. Denn KI spart nachweislich Zeit, Material und Kosten – und das nicht nur bei Großkonzernen. Damit auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von diesen Vorteilen profitieren, hat das Land Rheinland-Pfalz das Förderprogramm »KI4KMU-RLP« initiiert, an dem sich das Fraunhofer ITWM aktiv beteiligt. Das Fraunhofer ITWM arbeitet in dem Pro gramm gemeinsam mit der Rheinland- Pfälzischen Technischen Universität Kaisers- lautern-Landau (RPTU), dem Deutschen For- schungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Fraunhofer-Institut für Ex- perimentelles Software Engineering IESE daran, kleine und mittlere Unternehmen praxisnah beim Einstieg in die KI zu unter- stützen. »Wenn KMU durch KI wachsen, gewinnt die ganze Gesellschaft: Effizienz sichert den Mittelstand, während Fortschritt und Lebens qualität die Zukunft aller berei- chern«, sagt Dr. Ali Moghiseh, der das Pro- jekt an unserem Institut leitet. In der Pilotphase richtet sich das Programm insbesondere an produzierende KMU, die bereit sind, KI gezielt im Unternehmen einzusetzen, um konkrete betriebliche Ver- besserungen zu erreichen und daraus nach- haltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Praxisnahe Lösungen statt Theorie Viele Unternehmen stellen sich dieselben Fragen: Welche KI-Technologie passt zu mir? Was kostet das – und was bringt es? Hier setzt das Programm an. Die Forschenden werten vorhandene Produktionsdaten aus, identifizieren konkrete Optimierungspoten- ziale und übertragen diese in anwendungs- nahe Lösungen. Ziel ist es, den Zugang zu KI-Technologien zu erleichtern und praxis- nahe Demonstratoren zu entwickeln. Mög- liche Einsatzfelder sind beispielsweise auto- matisierte Qualitäts kontrolle, KI-gestützte 24