Projekt QUIP: Quantentechnologien am Fraunhofer ITWM kennenlernen

Drei Studierende absolvieren derzeit ein Praktikum an unserem Institut im Rahmen unseres Projekts Quanten-Initiative Rheinland-Pfalz (QUIP). Ihr Ziel: Mehr über die Einsatzmöglichkeiten der Quantentechnologien zu erfahren und internationale Erfahrung zu sammeln.

Ana-Maria Pangeva kommt aus Sofia (Bulgarien) und hat ihren Bachelor in Mathematik gemacht, jetzt studiert sie Big Data Science im Masterstudiengang. Ebenfalls aus Sofia kommt Dimitar Ivanov, der einen Master in Informatics and Software Sciences anstrebt. Yassine Ferhi studiert Ingenieurswesen am Institut d’Optique in Paris. Ihre Gemeinsamkeiten: ein großes Interesse am Thema Quantencomputing, der Wunsch nach internationaler Forschung – und ihre Begeisterung für ihre Praktikumszeit am Fraunhofer ITWM.

Ihr Praktikum absolvieren sie jeweils für drei Monate im Rahmen von QUIP. Ziel des Programms ist es, durch ein breites Forschungsprogramm Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Quantenforschung aus- und weiterzubilden, zu vernetzen und sie nach Rheinland-Pfalz zu holen. Betreut werden die Nachwuchsforschenden von Ali Moghiseh und Alexander Geng in der Abteilung »Bildverarbeitung«. Gesprochen wird Englisch. 

Projekt QUIP: Drei Studierende absolvieren Praktikum am Fraunhofer ITWM
© Fraunhofer ITWM

»Mir gefällt an dem Praktikum am Fraunhofer ITWM am besten, dass jede Woche anders ist«, sagt Ana-Maria. »Ich bin hergekommen, weil ich schon immer Wissenschaftlerin werden wollte und mehr über den Alltag in der angewandten Forschung erfahren wollte.« Die Neugier auf die noch junge Quantentechnologie war groß, Berührungspunkte hatte sie zuvor noch keine. »Die Logik hinter der Quantenwissenschaft ist eine ganz andere als die, die wir gewohnt sind anzuwenden, aber eine Erkenntnis ist: Die Anwendung vertieft Dein Wissen viel mehr als Theorie allein.«

Dimitar stimmt ihr in diesem Punkt zu und ergänzt: »Der Ansatz im Quantencomputing hat mit der klassischen Hardware wenig gemeinsam. Hier Erfahrungen zu sammeln war sehr wertvoll für meine weiteren beruflichen Schritte.« Positiv überrascht hat ihn, wie viel er in kurzer Zeit lernen konnte und wie vielfältig die Arbeit eines Wissenschaftlers ist.

Für Yassine war das Arbeiten in der Abteilung »Bildverarbeitung« ausschlaggebend für seine Bewerbung: »Als Physiker und Ingenieur wollte ich mehr darüber erfahren, was Quantentechnologien leisten können und wie sie funktionieren. Der Aspekt der Bildverarbeitung passt gut zu der Lehre an meiner Fakultät.« Was er zusätzlich aus seinem Praktikum mitnimmt: »An der Universität sind wir es gewohnt, dass Aufgaben gestellt werden, die wir lösen, aber hier habe ich vor allem gelernt, wie wichtig es ist, diese Lösungen überzeugend zu präsentieren.« 

Durch ihr Praktikum in Kaiserslautern wollten die Studierenden internationale Erfahrungen sammeln. Dimitar hat bereits einen Studienaufenthalt in Rumänien absolviert, Ana-Maria nahm an einem Austauschprogramm in Italien teil. Für Yassine ist es die erste internationale Station – ihn begeistern vor allem die vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, die er bislang kennengelernt hat. Alle drei fühlen sich in Kaiserslautern wohl und bewerten die Stadt positiv.

Ihr Fazit für das Praktikum: »Wir waren sehr frei in dem, wie wir unseren Arbeitsalltag organisieren und woran wir arbeiten. Wir konnten an Papern mitarbeiten, konkrete Aufgabenstellungen lösen und diese auch präsentieren. Wer motiviert und neugierig ist, der findet hier optimale Voraussetzungen, um viel zu lernen. Und habt keine Angst vor der Herausforderung, es ist alles gut machbar und Eure Fragen werden immer beantwortet!«

Projekt QUIP: Drei Studierende absolvieren Praktikum am Fraunhofer ITWM
© Fraunhofer ITWM