Quantenhardware verschiedener Anbieter einbinden
»QUANT²AI« kann Experimente auf Quantensimulatoren und realer Quantenhardware ausführen. Ein eigenes Verbindungsmodul überträgt die Quantenschaltungen an das jeweilige System und verarbeitet dessen Ergebnisse. Dafür nutzt das Framework unter anderem OpenQASM, ein verbreitetes Format zur Beschreibung von Quantenschaltungen.
Bislang stehen Schnittstellen zu Backends von IBM, IQM und AQT zur Verfügung. Weitere Systeme lassen sich ergänzen. Das Framework erfasst dabei auch quantenspezifische Kennzahlen, etwa die Zahl der verwendeten Qubits oder die Tiefe der Quantenschaltung. Qubits sind die grundlegenden Informationseinheiten eines Quantencomputers. Die Schaltungstiefe gibt vereinfacht an, wie viele aufeinanderfolgende Rechenschritte eine Quantenschaltung enthält.
Komplexe Benchmarks erzeugen viele Varianten einer Pipeline und benötigen entsprechend viel Rechenleistung. Deshalb bindet »QUANT²AI«-Hochleistungsrechner, also High Performance Computing mit ein. Eine Python-Schnittstelle erstellt automatisch die notwendigen Skripte und übergibt die Rechenaufträge an das Clustersystem. Anwender:innen müssen daher nicht alle technischen Abläufe des Hochleistungsrechners selbst steuern. »QUANT²AI« richtet die benötigte Softwareumgebung ein, führt die Pipeline aus und speichert Ergebnisse sowie Protokolldaten eindeutig und nachvollziehbar.