Einmal auszahlen lassen, konstant beziehen oder dynamisch anpassen – die Möglichkeiten in der Rentenphase sind vielfältig, aber oft schwer zu bewerten. Wir zeigen, wie sich unterschiedliche Modelle konkret auswirken, und machen ihre Vor- und Nachteile greifbar. Daraus entwickeln wir Ansätze für bessere Beratung und mehr Orientierung bei der Altersvorsorge.
Im Ruhestand ist finanzielle Sicherheit entscheidend. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung können Versicherte ihre Rentenlücke durch private Rentenversicherungen gezielt schließen. Kapitalgedeckte Rentenversicherungen unterscheiden sich dabei deutlich hinsichtlich Garantien und Anlagestrategien in der Ansparphase – also dem Zeitraum, in dem Beiträge eingezahlt werden. Diese Phase beginnt in der Regel mit Vertragsabschluss und endet mit dem Start der Rentenzahlung.
Während die Auswahlmöglichkeiten in der Ansparphase vielfältig sind, bleibt die Ausgestaltung der Rentenphase oft stark eingeschränkt. Individuelle Auszahlungsoptionen sind bislang kaum vorgesehen. In der Praxis können Versicherte meist nur zwischen einer konstanten (klassischen) und einer dynamischen Rentenhöhe wählen.
Gleichzeitig gewinnen flexiblere und potenziell ertragsreichere Modelle zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der höheren Aktivität im Ruhestand. Im Folgenden stellen wir neben der klassischen und dynamischen Rente auch alternative Ansätze vor, etwa inflationsgebundene oder zweiphasige Modelle.