Nutzungsvariabilität und Lastannahmen
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Mercedes-Benz Actros

Gesamtprozess zur Herleitung von Lastannahmen

Die Herleitung von Lastannahmen beginnt im Idealfall mit der Planung einer Messkampagne, in der die im späteren Kundenbetrieb auftretenden Betriebszustände an einem Prototyp gemessen werden. Dabei braucht und soll die Auswahl der zu vermessenden Betriebszustände noch nicht repräsentativ für die spätere Nutzung sein, sondern muss lediglich alle relevanten Zustände (beispielsweise ein LKW, der vollbeladen auf der Landstraße in bergigem Gebiet fährt) umfassen.

 

Unser Tool zur Entwicklung der virtuellen Messkampagne VMC®

Dazu bietet sich eine Unterstützung durch geo-referenzierte Methoden mittels VMC® an. Ergebnis dieser Phase ist im Falle von Straßenfahrzeugen ein konkreter Streckenverlauf. Die erfassten Daten werden danach gesichtet, gegebenenfalls korrigiert und mit VMC® GeoLDA weitgehend automatisch segmentiert und klassiert, das heißt in die Betriebszustände zerlegt.

Um diese Betriebszustände mit den in der späteren Nutzung zu erwartenden Häufigkeiten belegen zu können, kann parallel zur Messkampagne, oder sogar schon davor, das Kundenverhalten studiert werden. Dies erfolgt etwa durch die Untersuchung von Felddaten, die immer häufiger und teilweise serienmäßig erfasst werden, oder durch geo-referenzierte Studien mit VMC Usage Modeler.

 

Software für die Analyse der gesammelten Daten

Das resultierende Nutzugsmodell wird dann mit den aufbereiteten Daten zusammengebracht, um mit U·Sim Verbrauchs- oder Beanspruchungsverteilungen sowie Referenzlasten zu errechnen. Schließlich können die Referenzlasten mit Methoden der Mehrzieloptimierung durch U·SimOpt auf Teststrecken oder Standardlastfälle abgebildet und die Beanspruchungsverteilungen durch Jurojin mit der Bauteilfestigkeit zusammengebracht werden, um Ausfallwahrscheinlichkeiten zu errechnen.