Einblicke in die Fachinformatik-Ausbildung am ITWM

Du suchst gerne nach Antworten auf technische Fragestellungen? Du beobachtest die Entwicklung von IT-Technologien, Hard- und Softwareprodukten mit großem Interesse? Dann ist die Ausbildung zur Fachinformatikerin / zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung »Systemintegration« vielleicht genau Dein Ding.

Um einen besseren Einblick in den Alltag und die Arbeit zu geben, haben wir unsere drei aktuellen Auszubildenden interviewt. Dominic Kiefaber ist im zweiten Lehrjahr, Christian Fuchs steht kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung und Janós Szabó ist im ersten Lehrjahr. Im Gespräch berichten sie über ihre Erfahrungen als Azubi bei uns im Fraunhofer ITWM. Dominic Schunk ist der Ausbilder der drei angehenden Fachinformatiker und steht ihnen jeden Tag mit Rat und Tat zur Seite.

Im Gespräch mit unseren aktuellen Auszubildenden

Dominic Kiefaber, Christian Fuchs und Janós Szabó

Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu machen?

Dominic Kiefaber:
Ein Grundinteresse an Technik und Informatik hatte ich bereits als Jugendlicher. Für mich war sehr früh klar, dass es für mich beruflich in diese Richtung gehen wird. Wie genau ich mich in dieser riesigen Technik-Welt integrieren kann, war mir allerdings lange unklar. Nach meinem Abitur begann ich erst ein Studium im Bereich Medieninformatik. Schnell merkte ich, dass mir der Praxisbezug in diesem fehlte und orientierte mich neu in Richtung der Ausbildung. Diese verbindet relevante Inhalte des Studiums mit Praxiserfahrungen im Business Bereich und bildet somit nicht nur fachlich aus, sondern übermittelt zusätzlich wichtige Sozialkompetenzen der Arbeitswelt.

Christian Fuchs:
Die IT war schon zu Schulzeiten mein Ding. Daher habe ich nach dem Abi ein Studium der Informatik angefangen. Das Studium war mir aber zu Theorie-lastig. Daher habe ich das Studium abgebrochen und eine Ausbildung als Fachinformatiker am ITWM begonnen.

Janós Szabó:
Ich habe mich schon immer für Technik interessiert und wollte einen Beruf ausüben, der mir Spaß macht und mit dem ich mein Hobby verbinden kann.

Gruppenbild
© Fraunhofer ITWM
(v.l.n.r.) Janós Szabó und Dominic Kiefaber absolvieren bei uns am Institut ihre Ausbildung zum Fachinformatiker. Dominic Schunk betreut die beiden als Ausbilder. Christian Fuchs war beim Fototermin leider verhindert.

Was macht man als Fachinformatiker Systemintegration eigentlich genau? Wie sieht denn ein typischer Tag als Azubi in unserer IT aus? Welche Aufgaben hast Du?

Dominic Kiefaber:
Einen typischen Tag kann ich nur schwer beschreiben. Meist definiert sich der Tag durch aktuelle Projektarbeiten. Ein definitiv wiederkehrender Aufgabenbereich ist der Support für die Kolleginnen und Kollegen bei technischen Problemen oder Störungen. Abgesehen davon bietet das ITWM ein breites Spektrum an unterschiedlichsten IT-Systemen, welche betreut und verbessert werden. Dies bietet gerade in der Ausbildung dauerhaft die Möglichkeiten der Weiterbildung des eigenen technischen Verständnisses.

Christian Fuchs:
Meine Aufgaben liegen in ganz unterschiedlichen Gebieten, zum Beispiel befasse ich mich mit der Systemadministration im Windows-Bereich, mit Desktopmanagement oder mit dem Pflegen, Erarbeiten und Skriptieren von Diensten und Prozessen. Auch die Themen IT Security, Datenschutz und Firewalls liegen in meinem Aufgabenbereich. Außerdem kümmere ich mich um die alltäglichen IT Probleme der ITWM-Mitarbeitenden.

Janós Szabó:
Mein genauer Ausbildungs-Titel hier am ITWM heißt kurz »Azubi Windows Admin« – dazu gehört der technische Support, die Wartung des Systems und der Austausch bzw. Einbau von neuer Hardware mit dem Schwerpunkt Windows, denn wir haben auch Abteilungen, die mit Linux arbeiten. In der Praxis heißt das: Ich baue Arbeitsplätze auf und kümmere mich viel um Probleme der Kolleginnen und Kollegen, die sich über unseren Support melden (z.B. Mail-Probleme, Fehlermeldungen usw.). Außerdem gehört dazu, dass ich mich um neue Hardware kümmere, konkret heißt das die Hardware überprüfen und im System registrieren – damit auch jeder weiß, wo was ist und für was es da ist, wem es gehört und so weiter.

 

Kannst du ein bisschen erzählen, wie das zwischen uns als Ausbildungsbetrieb, dem Fraunhofer ITWM, und der Berufsschule läuft? Wie sieht das in Deinem Arbeitsalltag aus?

Christian Fuchs:
Ich gehe im wöchentlichen Rhythmus zur Berufsschule. Wir haben alle wöchentlich einen festen Tag und alle zwei Wochen einen zweiten festen Tag. Die restliche Zeit arbeite ich am Fraunhofer ITWM. In der Schule lernen wir die theoretischen Grundlagen, am ITWM sammele ich praktische Erfahrungen.

Dominic Kiefaber:
Der Berufsschulunterricht vermittelt theoretische Grundlagen, die helfen alltägliche Problemstellungen im Institut besser zu verstehen. Außerdem werden Inhalte übermittelt, die einem einen besseren Überblick über die Unternehmenswelt ermöglichen.
 

Welche Fächer hast Du an der Berufsschule?

Dominic Kiefaber:
Die Berufsschule bietet ein breites Spektrum an unterschiedlichen Lernfeldern. Hier erwarten dich u.a. Programmierung, Netzwerktechnik, Vernetzte IT-Systeme, aber auch Lernfelder wie »Der Betrieb und sein Umfeld«, »Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation«, »Informationsquellen und Arbeitsmethoden« oder fachliches Englisch.


Janós Szabó:
Ich bin im ersten Ausbildungsjahr, da hat man Englisch, Programmieren (mit C++), Wirtschaftslehre und Elektrotechnik, Hardwareaufbau und Digitaltechnik.

 

Was gefällt Dir am besten als Azubi am Fraunhofer ITWM?

Dominic Kiefaber:
Das ITWM bietet Möglichkeiten während der Ausbildung, die nur wenige andere Arbeitgeber bieten. In meiner noch jungen Ausbildungszeit hatte ich bereits die Chance mich sowohl durch In-House Schulungen, als auch in Schulungen in ganz Deutschland weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln.
Außerdem habe ich hier neuestes Equipment und lerne State-of-the-Art-Technologien.

Christian Fuchs:
Ich finde es toll, dass wir hier einen so kollegialen Umgang miteinander haben. Außerdem durfte ich von Anfang an Verantwortung übernehmen. Ich freue mich über das Vertrauen in meine Fähigkeiten. Trotzdem kann ich von meinen Kolleginnen und Kollegen hier noch viel lernen. Praktisch finde ich auch die Gleitzeit: Ich kann meine Arbeitszeit am ITWM in Absprache mit meinem Team selbst bestimmen.

Dominic Kiefaber
© Fraunhofer ITWM
Dominic Kiefaber: »Die Ausbildung übertrifft sogar meine Erwartungen, was technische Tiefe und Weiterbildungsmöglichkeiten betrifft. Überrascht hat mich das Vertrauen, welches mir als Azubi geschenkt wird.«
Janós Szabó
© Fraunhofer ITWM
Janós Szabó: »Am besten gefällt mir an der Ausbildung am ITWM das Arbeitsklima, die Mitmenschen und dass man immer die Chance hat mit neuster Technik zu arbeiten.«
Dominic Schunk
© Fraunhofer ITWM
Dominic Schunk betreut die drei angehenden Fachinformatiker als Ausbilder: »Die IT wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger und wenn Du mit uns die Zukunft gestalten möchtest, dann bewirb Dich noch heute beim Fraunhofer ITWM und werde ein Teil unseres Teams. Wir freuen uns auf Dich!«

Was denkst Du: Für wen ist eine Informatikerausbildung bei uns besonders passend? Was sollte man aus Deiner Sicht auf jeden Fall mitbringen?

Dominic Kiefaber:
Ich denke, die Ausbildung ist für all die passend, denen es genauso ging wie mir. Interesse an Technik und praktischem Arbeiten. Wichtig in diesem Beruf ist es, mit anderen Menschen arbeiten zu können und sich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gut ausdrücken zu können. Durch die Arbeit mit internationalen Gästen und Stipendiaten/innen ist Englisch eine Grundvoraussetzung, die gegeben sein sollte.

Janós Szabó:
Man sollte eigenständig, lernbereit und wissbegierig sein. Generell sollte man Grundinteresse an Computersystemen mitbringen und ein gutes Verständnis dafür besitzen. Also, wer Interesse an Technik und IT in größeren Betrieben hat und bereit ist viel Neues zu lernen und es umzusetzen, ist richtig als Fachinformatiker. Auch wenn der Job nicht immer einfach ist und man sich bei manchen Problemen echt lange den Kopf zerbricht, macht es Spaß was Neues zu lernen – und das Gefühl, wenn man ein scheinbar unlösbares Problem löst, ist echt genial.

 

Hast Du Tipps für zukünftige Azubis?

Dominic Kiefaber:
Man sollte sich vom Namen Fraunhofer nicht einschüchtern lassen. Das generelle Arbeitsklima ist sehr freundlich und kollegial. Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen gemacht. Außerdem solltest Du stets wissbegierig sein und Dich nicht davor scheuen Kolleginnen und Kollegen Fragen zu ihren Systemen zu stellen. So bekommt man auch ausführliche, aufschlussreiche Antworten.

Dominic Schunk:
Wenn Du Deinen Laptop schon einmal neu installiert hast, der/die erste Ansprechpartner/in in Deiner Familie oder Freundeskreis bei Computer-Problemen bist oder Freude dabei hast Deinen Raspberry Pi zu konfigurieren, dann bist Du bei uns genau richtig. Während der Ausbildung zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung Systemintegration arbeitest Du mit der neusten Hardware, mit den aktuellsten Programmen und lernst eine Menge rund um das Betriebssystem und die Integration in ein Netzwerk – und das in einem tollen, kompetenten und aufgeschlossenen Team. Du solltest Spaß beim Umgang mit Menschen haben und ein allgemeines Interesse im Bereich der Informatik mitbringen. Die IT wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger und wenn Du mit uns die Zukunft gestalten möchtest, dann bewirb Dich noch heute beim Fraunhofer ITWM und werde ein Teil unseres Teams. Wir freuen uns auf Dich!

 

Christian, Du bist ja jetzt schon fast am Ende mit Deiner Ausbildung. Weißt Du schon, ob Du nach Deiner Ausbildung bei uns am Institut bleiben möchtest und ob das möglich ist?

Christian Fuchs:
Aktuell stehe ich kurz vor der Abschlussprüfung und starte in mein Abschlussprojekt. Das ITWM übernimmt mich zunächst für ein Jahr, das lässt mir Zeit, mich gut auf die Prüfung vorzubereiten, ohne mich gleichzeitig nach einem neuen Job umsehen zu müssen. Ich freue mich, dass ich bleiben kann, da mir meine Arbeit hier sehr viel Spaß macht. Ich bin sehr glücklich diesen Weg gewählt zu haben und würde es jederzeit wieder tun.