SF-GRT ist die Abkürzung für »Statoil Fraunhofer Generalisierte Radon-Transformation« und bezeichnet ein Verfahren zur seismischen Prestack-Tiefenmigration. Die gemessenen seismischen Daten werden als über Flächen gleicher Laufzeit (Isochronen) aufsummierte Streuantworten aus dem Untergrund interpretiert. Auf dieser Grundlage wird der inverse Prozess – die Rückrechnung auf unterirdische Streupunkte beziehungsweise Reflektoren – in Anlehnung an die lineare Radon-Transformation formuliert.
Das Ergebnis sind Reflektionskoeffizienten des Untergrunds in Abhängigkeit von Strahleneintritts- beziehungsweise Reflektionswinkeln. Diese werden durch gewichtete Summation der Beiträge aus allen Beleuchtungsrichtungen bestimmt.