Die Zahl der Geldwäscheverdachtsmeldungen (GVM) in Deutschland steigt seit Jahren stark an. Gesetzesänderungen seit dem 18.03.2021 und das EU-weite Anti-Money-Laundering-Paket verschärfen die Anforderungen an Strafverfolgungsbehörden zusätzlich. Die Polizeien der Bundesländer stehen dadurch vor der Herausforderung, heterogene und umfangreiche Datenbestände weitgehend manuell auszuwerten – mit hohem Personalaufwand und langwierigen Ermittlungsprozessen. Im Verbundprojekt »I-WASH« entwickeln wir gemeinsam mit der Polizei Berlin und der IFS, einer Tochter der T-Systems, praxistaugliche KI-Methoden, um GVM automatisiert auszuwerten, Muster schneller zu erkennen und Ermittlerinnen und Ermittler gezielt zu unterstützen.
Das Projekt wird im Rahmen der BMFTR-Förderrichtlinie »Anwendungen in der zivilen Sicherheit« durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und soll bestehende Fähigkeitslücken in der Geldwäschebekämpfung schließen.