Mathematik für regionale Unternehmen

Presseinformation / 5.6.2003

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM erhält vom Land Rheinland-Pfalz und dem europäischen Fond für regionale Entwicklung eine Förderung von über einer Mio. Euro für den Aufbau einer mathematischen Forschungsplattform für regionale Unternehmen. Davon werden in den nächsten zwei Jahren vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der Region profitieren: Mit den mathematischen Simulationen des ITWM werden ihre Produktionsprozesse, Produkte und Planungsverfahren optimiert und ihre Position am Markt gestärkt.

Im Vordergrund steht dabei der IT-Bereich, bei dem sich der Zyklus »Forschung Entwicklung Produkt« immer mehr verkürzt. Deshalb müssen hier besonders frühzeitig Informationen über Produkte und Märkte in die Forschungsarbeit mit einbezogen werden, um einen optimalen Technologietransfer zu gewährleisten.

Die Plattform besteht zunächst aus zwei Forschungslabs, in denen ITWM-Mitarbeiter in längerfristig angelegten Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen an übergeordneten Forschungsaufgaben arbeiten. Neben dieser Art der Kooperation wird durch Workshops und das Miteinbeziehen zusätzlicher Partner ein weitergehender Know-how-Transfer sichergestellt. Der regionale Wirtschaftsraum wird insbesondere im IT-Bereich auf diese Weise nachhaltig gestärkt.

»Distributed Computing Lab«

Das »Distributed Computing Lab« setzt seine Schwerpunkte im Bereich des Clustercomputing und der verteilten Applikationen wie Grid Computing, Benchmarking und Videoechnik. Gemeinsam mit den Partnern Linux NetworX, Mobotix und tecmath sollen die Zuverlässigkeit dieser verteilten Systeme verbessert, Managementmethoden entworfen und neue Applikationen entwickelt oder portiert werden. Mit der Ansiedlung des European Headquarter von Linux NetworX in Kaiserslautern konnte bereits der erste Erfolg verbucht werden.

»Produktionsplanung für klein- und mittelständische Unternehmen«

Am zweiten Forschungslab, »Produktionsplanung für klein- und mittelständische Unternehmen«, sind zunächst psb Materialfluss+Logistik aus Pirmasens und die Horst Zimmermann GmbH aus Kaiserslautern beteiligt. Im weiteren Verlauf sollen noch weitere Partner hinzukommen. In die Organisation der logistischen Abläufe kleinerer Unternehmen fließen in aller Regel nur selten aktuelle Forschungsergebnisse mit ein. Darum soll hier untersucht werden, wie effizienter Technologietransfer strukturiert werden kann und wo die Optimierungsspielräume bei der Produktionsplanung liegen.