Neues Projekt am Fraunhofer ITWM: »myPowerGrid«

Presseinformation / 4.3.2011

Im Jahr 2020 sollen regenerative Energien mehr als 30 Prozent des deutschen Energiebedarfs decken. Zur optimalen Nutzung der vorhandenen Ressourcen können die dezentralen Speichermöglichkeiten einen wichtigen Beitrag leisten, wie das am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM vorgestellte Projekt »myPowerGrid« zeigt.

Neues Projekt am Fraunhofer ITWM: »myPowerGrid«
© Foto ITWM

Volker Dietrich (kaco new energy GmbH), Dr. Jan Warzecha (juwi Holding AG), Rolf Bischler (TWK), Margit Conrad (Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz), Dr. Franz-Joseph Pfreundt (Fraunhofer ITWM), Dieter Schneider (Pfalzwerke AG), Holger Schuh (Saft Batterien GmbH) (v.l.n.r.).

»myPowerGrid« konzentriert sich dabei auf die Entwicklung der Technologie sowie eines Businessmodells für einen verteilten, Batterie-gestützten Stromspeicher und seine Einbindung in ein regeneratives Kombikraftwerk», erläuterte Dr. Franz-Josef Pfreundt, Bereichsleiter im Fraunhofer ITWM, bei der Auftaktveranstaltung im Fraunhofer-Zentrum. Wesentliches Element des Businesskonzepts ist dabei die doppelte Nutzung der Energiespeicher. Sie sollen den Eigenverbrauch an durch lokale PV-Anlagen erzeugtem Strom deutlich erhöhen und im Verbund Strom zu Spitzenzeiten ins Netz einspeisen.

»Ziel des Projekts ist es, durch die Nutzung verteilter Stromspeicher den Ausbau erneuerbarer Energien zu stimulieren und lokal agierenden Stromversorgern neue Handlungsoptionen zu eröffnen«, so Pfreundt. Zum Tragen kommen in »myPowerGrid« vor allem die ITWM-Kompetenzen in den Bereichen Management dezentraler Systeme, Prognose und Regelung, Simulation und Optimierung technischer Systeme sowie Finanzmathematik.

Umweltministerin Margit Conrad überreichte einen Zuwendungsbescheid

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad überreichte einen Zuwendungsbescheid aus dem Programm »Wachstum durch Innovation« des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von über 650.000 Euro, jeweils zur Hälfte aus Landes- sowie EU-Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das Programm unterstützt die Erschließung der Standortvorteile von Rheinland-Pfalz – die erneuerbaren Energien nehmen hier eine bedeutende Rolle ein. »myPowerGrid ist ein wertvoller Beitrag, um die Region mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien zu versorgen. Es handelt sich um eine technologische Innovation, die einen Beitrag dazu leisten kann, aus der Vielzahl diskontinuierlicher Stromerzeugungen aus Erneuerbaren Energien eine verlässliche Versorgung mit Qualitätsstrom zu machen.«, sagte Ministerin Conrad.

Sie würdigte die Kompetenzen des Fraunhofer ITWM und der verschiedenen Projektpartner. »Ihr Einsatz und Ihre Mitwirkung sind Gewähr dafür, dass wir gemeinsam eine wichtige Entwicklungsaufgabe für den Aufbau einer effizienten, stabilen und nachhaltigen Energieversorgung voranbringen. Die rheinland-pfälzische Landesregierung unterstützt den Strukturwandel für den weiteren Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und hat sich der Themen Smart Metering, Smart Grids und virtuelle Kraftwerke frühzeitig angenommen. Es gilt diese Technologien aktiv zu unterstützen, um sie in die bestehende Energieinfrastruktur zu integrieren.«