Programmiermodell GPI im Finale des Innovation Radar-Preises 2016

Presseinformation / 1.9.2016

Das Programmiermodell GPI (Global Adress Space Programming Interface) steht im Finale des Innovation Radar-Preises der Europäischen Kommission. Damit hat sich das ITWM-Projekt nach spannender Abstimmungsphase gemeinsam mit 16 anderen digitalen Innovatoren Europas für die nächste Runde des Auswahlprozesses qualifiziert.

GPI Team aus Abteilung High Performance Computing
© Foto Gesa Ermel/ITWM

Das Team hinter GPI: v.l.n.r. Dr. Carsten Lojewski, Dr. Mirko Rahn, Dr. Rui Màrio da Silva Machado, Dr. Franz-Josef Pfreundt und Dr. Valeria Bartsch.

Laut Website der Europäischen Kommision wurden beim Voting insgesamt über 28.ooo Stimmen abgegeben. Die Innovation des ITWM steht gemeinsam mit drei anderen Projekten aus Italien, den Niederlanden und Deutschland in der Kategorie »Excellent Science« auf der Shortlist.

Finale auf dem ICT Proposers Day in Bratislava

»Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die in den letzten Wochen für uns abgestimmt und mit uns mitgefiebert haben. Der Endspurt wurde richtig knapp. Jetzt geht es für uns Ende des Monats weiter ins Finale. Es bleibt also spannend und man darf weiter die Daumen drücken«, so Valeria Bartsch, EU Project Coordinator beim ITWM. Das Team stellt sich am 26. September 2016 gemeinsam mit den anderen Finalisten einer Experten-Jury und präsentiert das Projekt GPI auf dem ICT Proposers Day in Bratislava.

Das Komitee zeichnet anschließend in jeder der vier Kategorien einen Gewinner aus und ernennt zudem einen Gesamtsieger des Innovation Radar Preises. Die Gewinner werden u.a. im Euronews Programm gefeatured.  

Paradigmenwechsel: asynchrone Kommunikation

»Wir freuen uns sehr, dass die Innovationskraft von GPI von der Europäischen Kommission erkannt wird«, so Dr. Carsten Lojewski, einer der Projektentwickler am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. »Unser Programmiermodell hat das Potenzial, die Entwicklung für leistungsfähige Software auf Supercomputern zu revolutionieren und gilt inzwischen als Schlüsselelement, um die nächste Generation von Excascale-Maschinen zu realisieren«.

Die Hochleistungsrechner der Zukunft bestehen aus Millionen von Prozessoren, GPI übernimmt die Kommunikation zwischen diesen und hilft die parallele Architektur effizient zu nutzen. Dabei basiert die Open Source-Software auf einem völlig neuen Denkansatz: Der Paradigmenwechsel, um die volle Leistungsfähigkeit von Supercomputern zu entfalten, basiert auf einem asynchronen Kommunikationsmodell. Jeder Prozessor kann wahlfrei direkt auf alle Daten zugreifen.

Zum Europäischen Innovation Radar-Preis

Die Entwicklung digitaler Innovationen wird von der EU über das Forschungsprogramm Horizont 2020 gefördert. Der Innovation Radar Preis wird 2016 zum zweiten Mal vergeben, um die Innovationskraft EU-finanzierter Projekte zu bewerten und die Teilnehmer bei der Entfaltung ihrer Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen.

Mehr Infos auf der Website der Europäischen Kommission