Bubble Distributions as Markers for Deformation in Polar Ice

Beschreibung

Thema dieser Arbeit ist die Richtungsanalyse stationärer Punktprozesse. Wir betrachten drei nichtparametrische Methoden, die wir als Integralmethode, Ellipsoidmethode und Projektionsmethode bezeichen. Wir stellen die Methoden in einem allgemeinen Rahmen vor und konzentrieren uns dann auf ihre Anwendung im Fall der sogenannten geometrischen Anisotropie. Wir betrachten vor allem reguläre Punktprozesse, was durch unsere Anwendung aus der Glaziologie motiviert ist.

Wir vergleichen die Güte der Methoden, die von den jeweligen Parametern abhängt, in einer Simulationsstudie sowohl in 2D als auch in 3D. Basierend auf den Ergebnissen werden Empfehlungen zur Auswahl der Parameter in der Praxis gegeben. Die Richtungsanalyse wird auf die aus der Glaziologie stammenden 3D-Daten angewendet, die aus der Lage von Luftblasen in Eisbohrkernen bestehen. Ziel dieser Studie ist es, Informationen über die Verformungsrate im Eis und die entsprechende Ausdünnung der Eisschichten in verschiedenen Tiefen zu liefern. Diese Informationen sind für die Glaziologen wesentlich, um Eisdatierungsmodelle zu erstellen und somit eine korrekte Interpretation der Klimadaten zu geben, die durch die Analyse von Eisbohrkernen gewonnen werden können. In dieser Arbeit betrachten wir Daten aus drei verschiedenen Eiskernen: dem Talos Dome-Kern, dem EDML-Kern und dem Renland-Kern.

Durch die Relaxation des Eises nach dem Bohren können sich Störblasen in den Eisproben bilden. In diesem Zusammenhang betrachten wir zwei Klassifikationsalgorithmen, die darauf abzielen, Punkte in einer Überlagerung eines regulären isotropen und stationären Punktprozesses mit Poissonrauschen zu klassifizieren. Darüber hinaus stellen wir zwei Methoden zur Visualisierung der Anisotropie, vor die in 3D besonders nützlich sind.

Schließlich betrachten wir das Problem das Test auf Anisotropie und das Grenzverhalten der geometrischen Anisotropie-Transformation.

Status

laufend