Qualitätssicherung von Dichtungen

Das Bildverarbeitungssystem DISQ wurde für die Oberflächeninspektion von Metalldichtungen entwickelt. DISQ detektiert anhand digitaler Kamerabilder Fehler in (beschichteten) Dichtungen und klassifiziert sie nach Geometrie, Herkunft und Größe.

MASC-DISQ Dichtungsinspektionssystem zur Qualitätskontrolle

Dichtungen sind sensible Bauteile. Wird eine schadhafte Dichtung beispielsweise in einen Kompressor verbaut, ist die Gefahr von Ausfall oder Fehlfunktion groß. Solche schadhaften Teile landen umgehend wieder beim Zulieferer, im schlimmsten Fall geht die gesamte Charge zurück.

Es können verschiedene Oberflächenfehler auftreten, einerseits Fehler im Rohmaterial, wie z.B. Blasen oder Fremdkörper und andererseits durch den Stanzvorgang entstandene Fehler, wie Dellen oder Kratzer. Neben weiteren Oberflächenfehlern wie Farb- oder Kleberspuren sind auch Geometriedefekte möglich, d.h. die gestanzten Teile weichen von ihrer Sollform ab. Eine Kontrolle der Dichtungen ist dringend notwendig, ist bei einer manuellen Prüfung allerdings auch sehr fehlerbehaftet und zeitaufwendig.

MASC-DISQ detektiert Fehler anhand digitaler Kamerabilder

Das Bildverarbeitungssystem MASC-DISQ bietet eine Lösung für dieses Problem. Das System wurde speziell für die Oberflächeninspektion von mit schwarzem Gummi laminierten Metalldichtungen entwickelt. Auf diesen Dichtungen treten Fehler wie Blasen, Fremdkörper, Dellen oder Kratzer auf, aber auch Abweichungen der Stanzform sind möglich. MASC-DISQ detektiert diese Fehler anhand digitaler Kamerabilder und klassifiziert sie nach Geometrie, Herkunft und Größe.

Verfahren mit Musterteilen

Aufgrund der komplexen Dichtungsformen (Löcher und Wulste) arbeitet das Verfahren mit Musterteilen, die als Referenz dienen. Nach der Aufnahme des Prüfteils muss der gleiche Ausschnitt im Bild gefunden werden. Anschließend werden mittels Matchingverfahren die Ränder und Strukturen erkannt, damit diese Objekte bei der Fehlerbehandlung nicht berücksichtigt werden. Um die Fehlertypen zu detektieren, werden verschiedene Verfahren benutzt. Mittels einem Lernprozess ist das schnelle, automatische Erkennen von neuen Dichtungstypen ähnlicher Oberflächenbeschaffenheit möglich.

Metalldichtung mit Delle als Defektbeispiel (Markierung).
© Foto ITWM

Metalldichtung mit Delle als Defektbeispiel (Markierung).

Metalldichtung mit Kratzer als Defektbeispiel (Markierung).
© Foto ITWM

Metalldichtung mit Kratzer als Defektbeispiel (Markierung).

Metalldichtung mit Blase als Defektbeispiel (Markierung).
© Foto ITWM

Metalldichtung mit Blase als Defektbeispiel (Markierung).