Labordiagnostik bei Covid-19

Projekt CODECT: Frühzeitige digitale Erkennung von Covid-19-Übertragungen

Die Ausbreitung des Coronavirus erfolgt wesentlich über infizierte Personen, die noch keine Krankheitssymptome aufweisen. Infektionen mit dem Coronavirus können bereits frühzeitig mit speziellen Labortests diagnostiziert werden. Jedoch sind diese Tests aufwändig und die Kapazitäten dafür vielerorts beschränkt. Dagegen bieten etablierte, massentaugliche Standardbluttests die Möglichkeit, Infektionen anhand von charakteristischen Parameterveränderungen zu erkennen.
 

Mobiler Schnelltest und digitale Diagnostik

Projektziel von CODECT ist die Entwicklung eines mobil einsetzbaren, und digital unterstützten Testverfahrens auf Covid-19-Erkrankungen. Ein Schnelltestgerät für die Erfassung von Blutwerten und deren digitale Weiterleitung an eine Analyseeinheit ermöglicht die flexible Nutzung am jeweiligen Einsatzort. Die Analyseeinheit untersucht empfangene Daten automatisch auf erkrankungsbedingte Parameterveränderungen. Ausgehend von den Analyseresultaten nehmen Labormediziner die finale Befundung vor.

Datenanalyse mit Statistik und maschinellem Lernen

Die digitalisierte Diagnostik betrachtet Parameterwerte aus Blutbildern und digitalisierte Blutausstriche und verwendet als Referenzinformation Labordatensätze mit vorliegender Covid-19-Diagnostik. Diese Daten durchlaufen eine Aufbereitung für die anschließende Analyse, die mit Entscheidungsbaumverfahren arbeitet. Die Datenanalyse liefert für eingehende Blutdaten Beurteilungen über das mögliche Vorliegen von Covid-19-Infektionen und deren Entwicklungsstadium. Diese Resultate dienen dem Labormediziner im Rahmen einer elementaren Enscheidungsunterstützungsfunktionalität als Informationsgrundlage für seine Diagnose. Der gesamte Diagnostikprozess kann auf diese Weise beschleunigt und mit einer höheren Zuverlässigkeit versehen werden.

Projektpartner

  • Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM
  • Ingenium Digital Diagnostics