ITWM bestes Institut der I und K-Gruppe

Presseinformation / 18.2.2003

Großes Lob aus der Münchner Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft gab es für das Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik bei der diesjährigen Kuratoriumssitzung: Das ITWM hatte 2002 die höchsten Wirtschaftserträge innerhalb der Fraunhofer-Gruppe »Information und Kommunikation«, in der ein Viertel der Fraunhofer-Institute zusammengefasst ist.

Dr. Dirk Meints Polter vom Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft gratulierte dem Institut zu dieser Leistung, die angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute und insgesamt stagnierenden Erträgen der Fraunhofer-Gesellschaft besondere Würdigung verdient.

Institutsleiter verdeutlicht positive Entwicklung mit Zahlen

Prof. Dieter Prätzel-Wolters, Institutsleiter des ITWM, verdeutlichte die positive Entwicklung seines Instituts mit einigen Zahlen. Der Gesamthaushalt des Instituts ist im vergangenen Jahr um 44 Prozent gewachsen. Der Betriebshaushalt belief sich 2002 auf 7,26 Mio Euro; 38 Prozent davon stammen aus öffentlich geförderten Projekten, 40 Prozent aus Industrieprojekten; die restlichen 22 Prozent stellen die Grundfinanzierung durch die Fraunhofer-Gesellschaft dar. Die positive Auftragslage schlägt sich auch in den Personalzahlen nieder: 84 Mitarbeiter waren 2002 am ITWM beschäftigt, dazu kommen 34 Doktoranden und über 70 wissenschaftliche Hilfskräfte. Aus Platzmangel ist ein Teil des Instituts im PRE-Park untergebracht, bis in drei Jahren das neue Fraunhofer-Zentrum an der Trippstadter Straße fertiggestellt sein wird. Wichtig für das ITWM seien einerseits die regionale Verankerung, andererseits die europäische Vernetzung, so Prätzel-Wolters; vor allem klein- und mittelständische Unternehmen zählen zu den Kunden des Instituts, aber auch größere Industriepartner wie Siemens, SAP oder die Hypovereinsbank.

Dem Hochleistungsrechnen kommt am Institut eine besondere Bedeutung zu, denn seit Ende letzten Jahres gibt es das Competence Center »High Performance Computing« (CC HPC), dessen Schwerpunkte Grid Computing, Visualisierung und Cluster Computing sind. Damit bedient das ITWM ein wichtiges Marktsegment: Nachdem mit immer schnelleren Rechnern immer mehr Daten erfasst werden können, fehlten bislang die passenden und benutzerfreundlichen Visualisierungstools. Diese stellt das CC HPC nun institutsintern sowie externen Nutzern zur Verfügung.

Dem Kuratorium des Fraunhofer ITWM gehören hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft an, unter anderem von Schott Glas, SAP und der Dresdner Bank; aus Kaiserslautern zählen Dr. Wilhelm Krüger, Vorstandsvorsitzender der tecmath AG, und der Europa-Abgeordnete Kurt Lechner zu den Kuratoren. Das Beratergremium teilte uneingeschränkt die positive Einschätzung des Fraunhofer-Vorstands.