ITWM beteiligt an der Entwicklung einer ausgezeichneten Aluminiumtür

Presseinformation / 1.10.2015

Am 30.09.2015 wurden in Mainz von Wirtschaftsministerium und ISB die Technologieprämien für »Innovative Produktion – Baustein für zukunftsfähige Industrie« in Rheinland-Pfalz verliehen. Eine Prämie ging an die Firma Biffar aus Edenkoben für die Neuentwicklung einer Aluminiumhaustür. Beteiligt an dieser Entwicklung war auch das Fraunhofer ITWM, genauer die Abteilung »Strömungs- und Materialsimulation«, die die Entwicklungsarbeiten des Türherstellers mit Simulationen unterstützte und absicherte.

Die besondere Innovation besteht in der Entwicklung einer Haustür aus Aluminium mit extrem niedrigem Wärmedurchgangskoeffizienten; bedingt durch die Art der Verbindung des äußeren Profils mit dem inneren hatten bisherige Türkonstruktionen relativ hohe Wärmeverluste. Die neue Konstruktion mit einer nahezu wärmebrückefreien Verbindung der Profile ermöglicht nun Wärmedurchgangskoeffizienten von unter 0,49W/qmK – einem bisher am Markt unerreicht niedrigen Wert – ohne dabei die hervorragenden einbruchshemmenden Eigenschaften der bisherigen Modelle zu verschlechtern.

Computersimulationen ermöglichen Optimierung

Die ITWM-Forscher verglichen und prüften die Konstruktionsvorschläge, indem alle wesentlichen funktionalen Eigenschaften (U-Wert, Feuerwiderstand, Einbruchhemmung) mittels präziser numerischer Berechnungsverfahren vorhergesagt wurden. Erst die Computersimulationen ermöglichten die Betrachtung einer großen Anzahl möglicher Varianten und die millimetergenaue Auslegung der einzelnen Materialien im Bereich des Türblattes und des Rahmenprofils.

ITWM beteiligt an der Entwicklung einer ausgezeichneten Aluminiumtür
© Foto ISB/Alexander Sell

(von l. n. r.) Dr. Ulrich Link, Vorstand ISB, Wolfgang Oberlinger, Oberlinger GmbH, Dr. Heiko Andrä, Fraunhofer ITWM, Stephan Eitel, Biffar, Brigitte Biffar, Biffar, Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung.