Erfolgreiche Ausgründungen aus unserem Institut
Aus dem Hause Fraunhofer ITWM sind in den vergangenen Jahren innovative Spin-offs entstanden. Die Ausgründungen entwickeln zukunftsrelevante Technologien als selbstständige Unternehmen weiter.
Aus dem Hause Fraunhofer ITWM sind in den vergangenen Jahren innovative Spin-offs entstanden. Die Ausgründungen entwickeln zukunftsrelevante Technologien als selbstständige Unternehmen weiter.
Math2Market ist 2011 aus der Abteilung Strömungs- und Materialsimulation hervorgegangen und ist die bisher größte der Fraunhofer ITWM-Ausgründungen. Das Unternehmen ist auf rechnergestützte Werkstoff- und Materialentwicklung spezialisiert, mit dem virtuellen Materiallabor GeoDict.
Im Januar 2013 hat die Math2Market GmbH nach den Vertriebsrechten auch sämtliche Rechte zur Entwicklung von GeoDict von der Fraunhofer-Gesellschaft erworben; d. h. neben Software-Verkäufen und Beratungsprojekten kann auch die kundenspezifische Weiterentwicklung von GeoDict betrieben werden. Wissenschaftsbasierte Neuentwicklungen werden aber weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ITWM angegangen.
Im September 2013 erhielt Math2Market einen der 1,2,3,Go Awards für seinen Businessplan; mit diesem Preis unterstützen Unternehmer der Großregion Pfalz/Saarland, Lothringen, Luxemburg und Belgien innovative Gründungsideen – Math2Market gehört zu den zehn ausgezeichneten Start-ups.
Mittlerweile hat sich das Unternehmen am Markt bewährt, was auch zwei weitere Preise belegen: 2019 wurde ein M2M-Tool mit dem Filtrex Innovation Award ausgezeichnet; 2020 verlieh die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz M2M den »SUCCESS 2020: Vorsprung durch Innovation«.
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Die fleXstructures GmbH wurde im Mai 2012 gegründet, als Ausgründung der Abteilung Mathematische Methoden in Dynamik und Festigkeit. Sie vertreibt hauptsächlich die Software IPS Cable Simulation, die gemeinsam mit dem Fraunhofer-Chalmers Research Centre for Industrial Mathematics in Göteburg entwickelt wurde.
IPS Cable Simulation ist ein unterstützendes Werkzeug, das sowohl in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie als auch in der Luft- und Raumfahrt und im Maschinenbau genutzt wird, um die effiziente Verlegung biegeschlaffer Bauteile wie Kabel und Schläuche zu gewährleisten.
fleXstructures wurde mit dem Robotics Award 2017 und dem Zukunftspreis Pfalz 2017 ausgezeichnet.
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Das Fraunhofer ITWM hat zusammen mit dem norwegischen Öl- und Gasunternehmen StatOil Hydro ein Software-Produkt zur Auswertung geophysikalischer Daten entwickelt, das in der Erdölindustrie eingesetzt wird. Für die Vermarktung dieser Software ist die Sharp Reflections GmbH zuständig, die im Jahr 2009 aus dem Competence Center High Performance Computing gegründet wurde.
Der große Vorteil der Fraunhofer ITWM-Software gegenüber herkömmlichen Produkten liegt in der Nutzung paralleler Computer-Technologie anstelle von Großrechnern sowie in der großen Geschwindigkeit, mit der Firmen die Daten selbst interaktiv auswerten können.
In Norwegen betreut die Tochtergesellschaft Sharp Reflections AS die dort ansässigen Kunden und Evaluierungspartner; hier werden vor allem Services angeboten wie Schulung und Beratung beim Einsatz der Software sowie die Auswertung von geophysikalischen Daten für die Kunden.
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Vornehmliche Aufgaben der Fraunhofer ITWM-Ausgründung ThinkParQ sind seit 2013 Vertrieb und Support rund um das BeeGFS (Bee Global File System), ein paralleles Dateisystem, bei dem die Daten automatisch auf mehrere Server verteilt werden, so dass der Zugriff entsprechend schneller ist. Das Spin-off geht aus dem Competence Center High Performance Computing hervor.
ThinkParQ möchte dabei aber auch den Einsatz des FhGFS in anderen Bereichen außerhalb des (wissenschaftlichen) etablieren, z.B. in der Medien-Branche, wo mit den neuen hochauflösenden Videoformaten etc. natürlich auch der Bedarf an Speichersystemen wächst, die mit solchen Datenmengen umgehen können. Der Vertrag, der ThinkParQ die exklusiven Vetriebsrechte am BeeGFS, einräumt, läuft seit Januar 2014.
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Die PIA wurde 2015 von der Fraunhofer-Gesellschaft als 100-prozentige Tochter gegründet. Das Faunhofer ITWM, genauer die Abteilung Finanzmathematik, ermittelt im Auftrag der PIA die Chancen-Risiko-Klassen der angebotenen Altersvorsorgeprodukte mithilfe mathematischer Simulationsverfahren und auf Basis von Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Die PIA ist eine neutrale Stelle, die im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen arbeitet.
Die PIA wird zunächst für fünf Jahre – mit der Option auf fünf weitere Jahre – mit den Aufgaben der Produktinformationsstelle Altersvorsorge vom BMF beliehen. Als unabhängiges, wissenschaftliches Institut trägt das Fraunhofer ITWM im Rahmen dessen dazu bei, die Transparenz und die Vergleichbarkeit von Altersvorsorgeprodukten zu erhöhen.
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Aus unserem Institut ging 2019 ein neues Spin-off hervor: Die Wendeware AG macht zukünftig Software zur Umsetzung der Energiewende marktreif, übernimmt die Vermarktung der Produkte und entwickelt die zukunftsrelevanten Technologien als selbstständiges Unternehmen weiter. Keimzelle und Entwicklungsstätte der technologischen Ideen und Produkte rund um Wendeware ist die Gruppe Green by IT am Fraunhofer ITWM in Kaiserslautern. Seit 2009 entwickeln hier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Lösungen, die die Energiewende mit sinnvoller Steuerung einfach und wirkungsvoller gestalten. Hieraus ist das Energiemanagementsystem Amperix mit der Web-Plattform myPowerGrid und die KI-basierte Solarvorhersage PVCAST entstanden. Die Systeme haben sich bereits in der Praxis bewährt und steuern zuverlässig Energieflüsse in Einfamilienhäusern, aber auch in industriellen Anwendungen.
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Mit der Gründung der UNEEC Systems GmbH im August 2023 wurde eine am Fraunhofer ITWM entwickelte Technologie in ein eigenständiges Unternehmen überführt. UNEEC Systems entwickelt energieeffiziente Hochleistungsrechner für anspruchsvolle Simulations- und KI-Anwendungen und führt die STX-Technologie (Stencil and Tensor Accelerator) gezielt für industrielle Anwendungen weiter.
Die technologische Grundlage bildet die am Fraunhofer ITWM entwickelte STX-Technologie, die Hardware und Software in einem konsequenten Co-Design-Ansatz vereint. Ziel von UNEEC Systems ist es, leistungsfähige und zugleich ressourcenschonende Rechenplattformen auf Basis europäischer Technologien bereitzustellen. Die Lösungen des Unternehmens unterstützen wissenschaftliche und industrielle Anwendungen, bei denen große Datenmengen und komplexe Simulationen effizient verarbeitet werden müssen.
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Die LayerSense GmbH bringt Terahertz-Technologie aus der Forschung seit 1. Juli 2025 in die industrielle Anwendung. Das Unternehmen entwickelt Messsysteme zur präzisen Inline-Bestimmung von Schichtdicken auf beschichteten Bahnwaren. Insbesondere in der Batterieproduktion ermöglicht die Technologie eine kontinuierliche Qualitätskontrolle während laufender Fertigungsprozesse und trägt so zu höherer Produktqualität, Ressourceneffizienz und Prozesssicherheit bei. Die Ausgründung basiert auf den am Fraunhofer ITWM entwickelten Kompetenzen im Bereich der Terahertz-Messtechnik und -Spektroskopie.
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Seit der Gründung des Spin-offs »Virtual Tire Technologies« im Jahr 2026 werden die technologischen Stärken von CDTire gezielt für industrielle Anwendungen weitergeführt und vermarktet.
CDTire ist eine hochpräzise Reifenmodellierungs- und Simulationssoftware, die das physikalische Verhalten von Reifen unter unterschiedlichsten Betriebsbedingungen realitätsnah abbildet. Da in der Fahrzeugsimulation sämtliche Kräfte- und Energieflüsse über den Reifen laufen, wird CDTire von den meisten führenden Reifenherstellern eingesetzt und bildet eine zentrale Grundlage für die virtuelle Fahrzeugentwicklung.
Die Technologie findet Anwendung in zentralen Disziplinen wie Fahrkomfort, Fahrdynamik, NVH, Betriebsfestigkeit, Rollwiderstand, Abrieb, Handling und Zustandsänderungen und trägt dazu bei, Entwicklungsprozesse effizienter und realistischer zu gestalten.
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Mit der Ausgründung von »Medabsy« im Jahr 2026 führen wir unsere Forschung im Schwerpunkt der virtuellen Entwicklung optischer Inspektionssysteme erfolgreich in den Markt über.
Die Medabsy-Plattform vereint den gesamten Entwicklungsworkflow der automatisierten Oberflächeninspektion in einer einzigen Softwareumgebung. Virtuelle Inspektionssysteme können entworfen, unterschiedliche Kameras und Beleuchtungskonzepte bewertet sowie Oberflächen, Texturen und Defekte fotorealistisch simuliert werden. Dadurch lassen sich Inspektionslösungen bereits vor dem Aufbau realer Hardware optimieren.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Erzeugung synthetischer Bilddaten für KI-Anwendungen. Auf Basis realistischer Textur- und Fehlermodelle entstehen automatisch annotierte Datensätze für das Training von Algorithmen in der industriellen Qualitätsprüfung. So können Unternehmen optische Inspektionssysteme bis zu zehnmal schneller entwickeln und KI-basierte Prüfverfahren effizient einsetzen.
Mehr Infos zu Medabsy und der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ITWM